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Hier können Sie unser Calc-Sheet für den Hausbau downloaden.

Hausbau

In diesem Kapitel erläutern wir die Kosten, die wir unter der Rubrik Hausbau aufgelistet haben.

Architekt – Wir haben uns kein „Haus von der Stange“ gekauft, sondern unser Traumhaus individuell geplant. Die Kosten für den Architekten hängen dabei im wesentlichen von den gesamten Kosten für den Hausbau und damit von Größe und Ausstattung ab. Besprechen Sie die Höhe der zu erwartenden Kosten daher am besten vorher mit einem Architekten. Hilfreich für dieses Gespräch ist eine „grobe Idee“ für Ihr Hausbau-Projekt, wie schon unter Planung beschrieben.

Prüfstatiker – Eine Position die sicher gern mal untergeht. Auch wenn ein Architekt den Hausbau überwacht, muss der amtlich festgelegte Prüfstatiker tätig werden und möchte für seine Arbeit natürlich auch eine entsprechende Vergütung haben. Die Höhe der Vergütung ist objektabhängig und sollte vorher mit dem Prüfstatiker abgeklärt werden.

Vermesser – Natürlich braucht man in den verschiedenen Phasen des Hausbaus auch einen amtlich bestellten Vermesser.Wir haben uns von unserer Baufirma einen Vermesser empfehlen lassen. Die Baufirmen wissen meistens wie zuverlässig und zügig die einzelnen Vermesser arbeiten und das spart dann beim Hausbau oft wertvolle Zeit. Über die gesamten Kosten haben wir uns vorher vom Vermesser beraten lassen und haben dann ein schriftliches Angebot erhalten. Mit Sicherheit die effizienteste Variante. Zwar findet man im Internet auch viele Beschreibungen, welche Kosten für den Vermesser beim Hausbau anfallen, aber gerade bei dem Thema kann man vieles vergessen und übersehen, wenn man sich nicht sehr gut damit auskennt.

Rechtsberatung – Diese Position ist sicherlich kein „Muss“. Ob man den Hausbau-Vertrag u.ä. vorher prüfen lässt, hängt sicherlich ganz stark davon ab, wie gut man die Hausbaufirma kennt und Ihr vertraut. Wir haben das trotzdem prüfen lassen und haben es auch nicht bereut. Die Kosten lagen mit ca. 100 € durchaus in erträglichen Höhen im Vergleich zu anderen Kosten beim Hausbau und so wurden schon im Vorfeld viele potentielle Konfliktfelder aus dem Weg geräumt. Würde ich immer jedem empfehlen.

Hauspreis – Mit Sicherheit die größte Position in der Liste. Wir haben uns für einen weitestgehend schlüsselfertigen Hausbau zum Festpreis (mit Bauzeitgarantie) entschieden. Diese Variante ist aus meiner Sicht die sicherste Variante hinsichtlich der Finanzierung. Man kennt von Anfang an die gesamten Kosten für den Hausbau und weiß wann welche Rate fällig ist und kann damit die Finanzierung sehr genau planen. Kritiker haben mir dazu aber oft gesagt, dass man natürlich ein größeres Risiko hat, wenn der Bauträger bzw. Generalbauunternehmer Konkurs anmeldet. Waren die ersten Raten höher als der Baufortschritt tatsächlich war, verliert man u.U. viel Geld. Die Raten hinsichtlich erreichtem Stand beim Hausbau einzuschätzen, gelingt einem Laien wahrscheinlich nicht wirklich. Ich würde mich heute daher immer wieder für einen schlüsselfertigen Hausbau zum Festpreis mit Bauzeitgarantie entscheiden, würde aber noch einen Architekten mit der Bauüberwachung beauftragen. Ihn könnte man dann auch mit der Überprüfung der Raten beauftragen und würde dadurch zusätzliche Sicherheit gewinnen. Natürlich kostet auch der Architekt wieder zusätzlich, dafür gewinnt man aber Sicherheit und spart sich womöglich höhere Kosten durch aufgetretene Probleme oder den Konkurs der Baufirma.
Je nach persönlicher Situation kann es auch sinnvoll sein, über mögliche Verkürzungen der Bauzeit nachzudenken. Setzt man z.B. beim Hausbau auf ein Fertighaus statt auf ein Massivhaus, kann man meistens die Bauzeit und damit auch die Finanzierungskosten für den Hausbau erheblich verringern. Der Bau eines Massivhauses dauert meistens deutlich länger als der Bau eines Fertighauses. Die eingesparte Bauzeit kann dann die Hausbaukosten durch den Wegfall bzw. Verkürzung der Doppelbelastung durch Miete und Kreditraten erheblich verringern.

Wasser-/Abwasseranschluss – Logisch das man den braucht. Viel gibt es da sicherlich nicht zu erzählen. Die Kosten sind meist nicht sehr niedrig, sind dafür aber leicht beim örtlich zuständigen Versorger zu erfahren.

Stromanschluss – Wird wohl auch jeder brauchen. Auch hier sind die Kosten nicht gering, dafür aber leicht und übersichtlich beim Versorger zu bekommen. Für Nutzer von Erdwärmepumpen gibt es hier manchmal Zuschüsse oder Vergünstigungen. Sollte man im Vorfeld unbedingt recherchieren.

Gasanschluss – Ob man Gas braucht, hängt halt von der Heizungsart ab. Wir haben uns für eine Wärmepumpe entschieden und konnten daher auf Gas verzichten. Die Kosten, wenn man einen Anschluss braucht, kann man einfach beim Anbieter erfragen.

Telefonanschluss – Nachdem es ja inzwischen viele Anbieter gibt, lohnt sich hier das vergleichen bei den Tarifen. Wir haben den Anschluss noch von T-HOME machen lassen. Klappte alles reibungslos. Inzwischen sind wir zu Arcor mit Telefonflat und DSL gewechselt und sind da sehr zufrieden. Der Tarif ist halt ein paar Euro billiger als bei T-HOME.

Erdwärmebohrungen – Braucht man natürlich nur, wenn man eine Erdwärmeheizung einbauen lässt. Die Kosten sind nicht unerheblich, hängen aber von der Anzahl und Tiefe der Bohrungen sowie (sicherlich auch) vom Untergrund ab. Bei uns, im märkischen Sand, haben 4 Bohrungen mit einer Tiefe von 50m ca. 6200 € gekostet. Das ist aber wie gesagt oft unterschiedlich und im Laufe der Zeit sicherlich auch nicht billiger geworden. Inzwischen gibt es ja jede Menge Anbieter. Da lohnt sich vergleichen sicher. Wenn Sie an Details zu unserer Wärmepumpe interessiert sind, lesen Sie bitte hier weiter.

Baustrom – Diese Position ist oft schon im Preis für den Hausbau enthalten, in unserem Falle war das aber nicht der Fall. Je nach konkreten Umständen können gerade für Baustrom aber erhebliche Kosten anfallen. Für unseren Hausbau kamen da rund 1000 € zusammen, weil die Estrich- und Putzarbeiten am Anfang des Winters ausgeführt wurden und dadurch das Haus nur sehr langsam trocknete. Um das ganze zu beschleunigen und mit den weiteren Arbeiten (Maler, etc.) möglichst bald beginnen zu können, hatten wir mehrere Heizer und Lüfter im Einsatz. Da kommt dann schon einiges auf der Stromrechnung zusammen.

Bauwasser – In unserem Fall kam hier nur ein ziemlich niedriger Betrag (weniger als 100€) zusammen. Das kann aber für den speziellen Hausbau sicher auch mal deutlich höher ausfallen und dürfte von der Bauart, den örtlichen Gegebenheiten und nicht zuletzt auch vom Preis des Wassers abhängen, der ja regional teilweise erheblich schwankt. Daher würde ich schon vorher mit der Baufirma reden, ob es aus Sicht der Baufirma zu einem erheblich höheren Verbrauch kommen kann.

Außenanlagen – Diese Position wird bei der Planung des Hausbaus scheinbar oft vergessen, obwohl diese Kosten mit Sicherheit nicht unerheblich sind. Hier eine Summe anzugeben ist natürlich schwierig und hängt stark von den jeweiligen Gegebenheiten und den persönlichen Vorstellungen ab. Minimum sollte aber ein befestigter Weg und eine, wenn auch minimale, Gestaltung des Grundstücks sein. Dafür würde ich immer mindestens 5.000 € ansetzen, soll auch noch ein Zaun sein, kommen schnell 10.000€ dazu. Dann wird meistens auch noch eine Garage-/Carport oder eine Bepflanzung mit Bäumen und Ziersträuchern gewünscht, da kommen dann noch schnell ein paar tausend Euro zusammen. Eine Garage beispielsweise würde ich auch mit mindestens 10.000 Euro ansetzen, wenn man die selber Stein auf Stein mauert. Fertiggaragen sind sicherlich billiger. Da lohnt es sich auf jeden Fall sich vorher gut zu überlegen, was man gleich braucht oder was man später noch machen kann.

Thermografie - Wer hat nicht schon von Baumängeln gehört ? Gibt man viel Geld für ein Haus aus, möchte man sich natürlich bestmöglich absichern und Baumängel vermeiden oder zumindest so früh wie möglich erkennen. Die Thermografie macht entstehende Wärmeverluste sichtbar und macht ein frühzeitiges Erkennen von Baumängeln möglich. Auf diesem Weg schützt man sich vor späteren kostenintensiven Reparaturen und viel Ärger.

Puffer – Diese Position wird immer wieder empfohlen und doch oft nicht eingerechnet – ein Puffer für Probleme und nicht kalkulierte Positionen. In unserem Fall war es zwar so, dass wir keine wesentlichen Positionen für den Hausbau vergessen hatten, aber zum Beispiel nur Fliesen für 15 € / m² eingeplant waren. Im Laden gefallen dann aber doch die anderen Fliesen, die natürlich viel teurer sind, viel besser. Gut wenn man dann noch einen kleinen Puffer hat. Das geht dann natürlich bei den vielen Kleinigkeiten weiter die man sich dann gerne leisten möchte. Empfohlen wird die Höhe des Puffers meistens mit 10% der restlichen Kosten für den Hausbau. Wir sind damit auch gut hingekommen.

In unserem Calc-Sheet für den Hausbau haben wir am Ende der Liste 5 Felder für sonstige Zahlungen eingefügt, die es Ihnen erlauben sollen spezielle Positionen einzufügen, die für Ihren Hausbau relevant sind. Bei Bedarf können natürlich auch noch mehr Zeilen hinzugefügt werden. Bitte beachten Sie in diesem Falle aber, dass Sie dann auch nochmal die Summenformel des Abschnittes kontrollieren und ggf. anpassen.